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letzte Aktualisierung 10.05.2017 20:31

Barbershop - Ein kurzer Überblick

Wer bei Barbershop (engl. für "Friseursalon") zuerst an "Föne" statt " Töne" denkt, liegt nicht ganz falsch:

Die amerikanischen Friseursalons waren Ende des 19. Jahrhunderts Orte geselliger Treffen bei denen sich Herren die Wartezeiten mit improvisierten Gesängen zu vertreiben wussten.

Typisch für die Barbershop-Musik sind ,außer daß es immer a-cappella gesungen wird, die Melodien, deren zugrundeliegende Harmonien sich gemäß dem Quintenzirkel auflösen. Daher ist der Dominantseptakkord, der Klang der dem Barbershop-Musik am meisten prägt.

Die Stimmen im Barbershop haben nur sehr wenige Gemeinsamkeiten mit den Stimmlagen klassischer Chöre:

Lead ist wie der Name schon sagt, die Führungsstimme, also die Melodie.
Bass
ist der Träger des Akkordes und gibt den Rythmus vor. Es ist die tiefste Simme. 
Bariton
ist der Lückenfüller und klebt den Akkord zusammen. Es ist eine reine Harmoniestimme.
Tenor
ist das "Sahnehäubchen" des Akkordes und die höchste Stimme.

Im Barbershop wird die Bezeichnung der oben genannten Stimmen sowohl für Männer als auch für Frauenchöre benutzt.

Kennzeichnend für Barbershop-Sätze ist außerdem das Stilmittel "Embellishments" (Ausschmückungen) durch die drei Begleitstimmen, wenn Melodietöne gehalten werden. 

                                                   

Weiterhin zeichnet sich Barbershop durch das "Auswendig"-Vortragen und die peppigen Choreographien aus. Ausserdem gehört eine gewaltige Portion Energie und Schauspielerei dazu.